Alternativen zum Streusalz

Wie Sie wahrscheinlich wissen, ist Streusalz für den Boden, das Grundwasser und die Pflanzen schädlich.

In sehr vielen Städten und Gemeinden wird daher die Verwendung von Streusalz und meist auch anderen Auftaumitteln durch örtliche Satzungen verboten oder zumindest sehr stark eingeschränkt, u.a. in praktisch allen Großstädten. Sehr wahrscheinlich ist auch in Ihrer Gemeinde Streusalz auf Gehwegen verboten, evt. mit Ausnahmen bei Blitzeis oder an Treppen und besonders steilen Stellen.

In Berlin ist die Verwendung von Streusalz und anderen Auftaumitteln konsequent verboten, durch das Landesnaturschutzgesetz für alle Grundstücke und durch das Straßenreinigungsgesetz für öffentliche Straßen und Gehwege. Ausnahmen gibt es für die BSR, die darf auf Straßen Auftaumittel verwenden. Private Grundstückseigentümer können in Einzelfällen, wie für die Zufahrt der Notaufnahme eines Krankenhauses eine Ausnahme beantragen. Ohne Ausnahmegenehmigung ist das Streuen von Salz eine Ordnungswidrigkeit und kann sehr teuer werden.

Der Verkauf von Streusalz ist leider überall zulässig, die Verkäufer sind auch nicht verpflichtet, über die Verbote zu informieren.

Schnee schippen

Den Schnee möglichst schnell und möglichst vollständig von den Wegen zu entfernen ist die beste Option. So entstehen keine Eisplatten aus angeschmolzenem und festgetretenem Schnee. Ein gutes Training ist Schnee schippen auch noch.

Streumittel

Umweltverträgliche Streumittel können Sie am Blauen Engel erkennen. Diese Mittel, z.B Lavasplit, stumpfen die Oberfläche ab, so daß niemand mehr ins Rutschen gerät.

  • Streusand ist für den Garten unproblematisch, kann später einfach zusammengefegt oder ins nächste Beet gefegt werden. Wegen seiner geringen Korngröße wird er schnell in den Schnee gedrückt oder vom Neuschnee überdeckt, man muß deshalb häufig nachstgreuen. Wegen seiner Härte zerkratz Sand die Fußböden, wenn er ins Haus gerät.
  • Mineralische Granulate sind grobkörniger und daher besser. Hier muß man darauf achten, aus welchem Material sie bestehen, nicht das man aus Versehen mit Kalksplitt den Garten kalkt. Sehr scharfkantiger Splitt kann die Bodenbeläge im Haus beschädigen.
  • Blähton ist rundlicher als Splitt und weniger hart und beschädigt Fliesen und Steinzeug nicht.
  • Holzspäne sind ungeeignet, sie stumpfen das Eis nicht genügend ab - dazu gibt es auch einschlägige Gerichtsurteile. Sie saugen sich mit Wasser voll, das dann wieder gefriert und bilden selbst eine rutschige Schicht.
  • Maisspindelgranulat wird aus Abfällen der Maisverwertung hergestellt, ist biologisch abbaubar, schont die Fußböden, ist aber leider (noch?) sehr teuer. Im Frühjahr kann man die Reste einfach ins Beet schieben, die Entsorgung übernehmen dann die Regenwürmer.

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Naturschutzrecht

Ein Garten ist kein rechtsfreier Raum. Was Sie mit den Pflanzen und wildlebenden Tieren in Ihrem Garten machen dürfen, wird durch das Naturschutzrecht geregelt.

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