Kokos statt Torf

Wer ein konsequenter Naturschützer ist, sollte im Garten, auf dem Balkon und bei seinen Zimmerpflanzen auf Torf verzichten. Eine Alternative zum Torf ist Kokoserde, die aus Kokosfasern hergestellt wird. Sie entstehen als Abfall bei der Produktion von Kokosseilen, Matten, Teppichen usw. Verkauft wird Kokoserde als praktische Briketts, die man vor der Verwendung mit Wasser quellen lässt.

Ungedüngt kann man Kokoserde gut als Aussaaterde verwenden, muß dann aber die Keimlinge möglichst bald düngen, da die Kokoserde ausgesprochen nährstoffarm ist.

Ich mische mir die Erde für draussenstehende Kübelpflanzen aus Kokoserde, reifem Kompost und etwas Gartenerde seit einigen Jahren selbst. Es hat sich gut bewährt, bei starkzehrenden Pflanzen wie Tomaten auch noch Hornspäne hinzuzufügen. Zimmerpflanzen bekommen eine Mischung aus Kokosfasern und etwas Lavagrus, gedüngt wird mit Flüssigdünger im Gießwasser.

Mit Lavagrus verbessert man die Strukturstabilität der Pflanzerde und Wasser wird besser gehalten. Außerdem liefert er Spurenelemente, die nach und nach freigesetzt werden. Kaufen können Sie Lavagrus entweder relativ teuer in kleinen Mengen in gut sortierten Gartencentern oder wesentlich preiswerter im Baustoffhandel.

 

Copyright © Ulrike Grossmann